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Weniger
erfreulich ist die Elefantenhaltung: Eine einzelne Elefantenkuh
lebt ein bestimmt nicht so tolles Leben. Auch wenn ihre erst 2005
fertiggestellte Anlage den Anforderungen des Gesetzgebers sicherlich
entspricht - Elefanten sind Herdentiere und wenn keine stabile Herde
aufgebaut werden kann, sollten die Zoos auf die Haltung der sensiblen
Dickhäuter verzichten. Aber Elefanten
sind nun mal Publikumsmagneten . . .
Bekannt war
der Rostocker Zoo seit langem für seine Zuchterfolge bei Eisbären.
Ähnlich wie der Bremerhavener "Zoo am Meer" (damals noch unter dem
Label "Tiergrotten") hat auch der Rostocker Zoo bemerkenswerte Zuchterfolge
bei diesen grössten Landraubtieren gehabt - lange bevor "Knut" aus
Berlin die Medienlandschaft beherrschte. Der erste Eisbär ("Katja")
wurde 1963 im Zoo geboren. Insgesamt kamen zwischen 1963 und 2004
mehr als zehn Eisbären in Rostock zur Welt, die fast alle grossgezogen
werden konnten (Diese Angaben hat der Verfasser aus
verschiedenen öffentlich zugänglichen Publikationen selbst
zusammengestellt; die Verwaltung des Zoos gibt leider keine Angaben
über den Tierbestand heraus. Die hier veröffentlichten
Zahlen sind deshalb nicht wirklich zuverlässig.)
Wegen seiner
grossen Erfahrung mit diesen Tieren wird das internationale Zuchtbuch
für Eisbären schon seit 1980 im Zoo Rostock geführt; die Koordinierung
der Zucht-Bemühungen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms
(EEP) liegt beim Zoo Amsterdam.
Die Rostocker
Eisbärenanlage galt lange Zeit als vorbildlich; heute muss man sie
aber trotz der guten Erfolge bei der Vermehrung der Tiere in Menschenobhut
als grenzwertig einstufen. Allerdings gibt es in ganz Deutschland
wohl kein einziges wirklich schönes (d.h. artgerechtes) Eisbärengehege;
viele Tierfreunde bezweifeln, dass Eisbären überhaupt
artgerecht im Gehege gehalten werden können.
Bei mehreren
seltenen Tierarten kann der Zoo Rostock mit bemerkenswerten Nachzucht-Erfolgen
aufwarten. Neben den Eisbären möchten wir vor allem
auf ungewöhnliche Erfolge bei den Geparden hinweisen.
Selbstverständlich
können Sie bei vielen Tierarten auch die Fütterung erleben,
z.B. bei Robben und Pinguinen, Fischottern und Kamelen und sogar
bei den Löwen und den Bären.
Bei aller Kritik
ist der Rostocker Zoo alles in allem ganz sicherlich einen Besuch
wert. Sie kommen in einen Park mit schönem alten Baumbestand
(was allerdings den Nachteil hat, dass viele der Tiere zu wenig
Sonne bekommen). Wegen seiner Grösse und Vielfalt sollten Sie fast
einen ganzen Tag dafür einplanen - nach Fertigstellung des Darwineums
wird man sicherlich unbedingt einen ganzen Tag brauchen.
Zoologischer
Garten Rostock gGmbH
Rennbahnallee 21
18059 Rostock
Telefon: 0381 - 20 82 - 0
Fax: 0381 - 49 34 40 0
Die
Anfahrt durch die Stadt ist etwas verwirrend. Wer sich in
Rostock nicht auskennt und kein Navi hat, sollte evtl. besser von
der B103 aus (das ist die grosse Autostrasse, die von der A20 nach
Warnemünde führt) zum Zoo fahren. Die richtige Ausfahrt
ist ausgeschildert und von der Ausfahrt ist es keinesfalls zu verfehlen,
denn es sind nur wenige Hundert Meter einfach der Strasse nach.
Der
Eintritt kostet 11,50 Euro für Erwachsene, Kinder 6,-
Euro,
(Ermässigungen für Familien
etc.)
Die Jahreskarte kostet 40,- Euro (Kinder 20,- Euro)
Öffnungszeiten:
bis 31. März 2012: 09.00 - 17.00 Uhr (Kassenschluss 16.00 Uhr)
ab 01. April 2012: 09.00 - 19.00 Uhr (Kassenschluss 17.00 Uhr)
Das Mitbringen von Hunden ist erlaubt (kurze Leine)
Stand der Informationen: April 2012

Weitere
Informationen über die Stadt Rostock und Ausflugstipps in und
um Rostock erhalten Sie auf unserer Seite www.stadt-rostock.de
Weitere Tiergehege erreichen Sie hier,
über viele Wildtierarten informieren wir Sie unter Wildtiere.biz
Wir möchten betonen, dass es sich auch bei diesem Beitrag nicht
um eine bezahlte Werbung handelt; wir veröffentlichen diese
Hinweise, weil sie gut und wichtig für die Besucher der Region
sind.
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