Das
Ozeaneum in der Hansestadt Stralsund ist schon eine Schau
der Superlative. In erster Linie aber ist es ein architektonisch
auffälliges und eigenwilliges Bauwerk - sicherlich der Hauptgrund
für die enormen Baukosten. Zukunft trifft Vergangenheit.

Museumspädagogisch
erkennt man hingegen durchaus Defizite (oder anders ausgedrückt:
Für so viel Geld hätte man wohl mehr machen können).
Trotzdem:
"Nach Stralsund reisen, heisst ins Ozeaneum gehen!"
Der
Bau ist eine Ergänzung des Meeresmuseums und liegt
direkt zwischen der historischen Altstadt und dem Wasser. Alles
ist riesig gross (nur der Parkplatz nicht - wir empfehlen, den
Wagen auf jeden Fall ausserhalb zu lassen).
Es
gibt sehr viele interessante Informationen zum Meer und den Ozeanen.
Wirklich beeindruckend ist der Saal mit dem lebensgrossen Modell
eines Blauwals. Diesen Teil finden wir wirklich erlebenswert.
Auch die z.T. sehr grossen Aquarien sind unbedingt sehenswert.

Was
uns fehlt, das sind die Emotionen! Im Ozeaneum kann man
staunen, sicherlich auch viel lernen, aber man sieht wenig "mit
dem Herzen". Dieser Aspekt ist z.B. im Naturpark-Zentrum
am Königsstuhl viel besser gelöst. Aber wir schützen,
was wir schätzen, vielleicht sogar lieben - und das leistet
dieses eher "kühle" Museum weniger, als es möglich
gewesen wäre.
Öffnungszeiten:
Sie sollten für das Ozeaneum etwa 2 Stunden einplanen. Es
ist ganzjährig Montag – Sonntag: 9.30 – 19.00 Uhr geöffnet,
im Sommer sogar bis 21.00 h. Nur am 24.Dezember. und am 1. Januar
bleibt das Ozeaneum geschlossen.
Die
Eintrittspreise sind recht heftig: Ab 14,- Euro für
Erwachsene und zwischen 34,- und 51,- Euro für Familienkarten.
Die unterschiedlichen Preise kommen daher, dass es "KombiTickets"
gibt in Verbindung mit dem Meeresmuseum bzw. dem "Nautineum".